Funktionsintegrierende Kunststofftechnologien
Grundlagen der Kunststofftechnologie
Einführung in Materialien, Eigenschaften und Verarbeitung von Kunststoffen.
Das Modul vermittelt Grundlagen zu Kunststoffarten, Herstellungsverfahren und Verarbeitungstechnologien wie Extrusion, Spritzguss und 3D-Druck. Ergänzt werden Themen wie Bauteilgestaltung, Formfüllsimulation (FEM), Faser-Kunststoff-Verbunde und Werkstoffcharakterisierung.
Weitere Informationen: Modulkatalog der Hochschule Zittau/Görlitz
Konstruktion mit Kunststoffen und Verbundwerkstoffen
Leichtbaukonstruktion und moderne Prozessketten der Kunststofftechnik.
Das Mastermodul (Technology of Polymers) behandelt Eigenschaften von Kunststoffen, Verfahren der Kunststoffverarbeitung sowie Technologien für textilverstärkte Faser-Kunststoff-Verbunde. Zusätzlich werden Prozesssimulationen, Formwerkzeugkonstruktion und hybride Fertigungsverfahren vermittelt.
Weitere Informationen: Modulkatalog der Hochschule Zittau/Görlitz
Verarbeitung von Kunststoffen und Verbundwerkstoffen
Praxisnahe Entwicklung und Fertigung von Kunststoff- und FKV-Bauteilen.
Das Modul vermittelt Kenntnisse zur werkstoff- und fertigungsgerechten Konstruktion, Berechnung und Prüfung von Kunststoff- und Verbundbauteilen. Weitere Inhalte sind Funktionsintegration und moderne Verbindungstechniken.
Weitere Informationen: Modulkatalog der Hochschule Zittau/Görlitz
Praxis & Exkursionen
Studierende vertiefen ihr Wissen in spannenden Praktika, zum Beispiel im Faserverbundleichtbau, im Spritzguss oder im 3D-Druck. Durch die Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer-Kunststoffzentrum Oberlausitz erhalten sie wertvolle Einblicke in die industrielle Praxis und arbeiten mit moderner Technik in Laboren und Technika.
Ergänzend ermöglicht eine Exkursion an die Technische Universität Liberec Einblicke in die langjährige Kunststoffkompetenz der Region. Praxisnahe Projekte – etwa der Bau eines Windflügels – zeigen, wie theoretisches Wissen direkt in die Anwendung umgesetzt wird.
Eindrücke:
Die Forschungsschwerpunkte von Sebastian Scholz liegen auf effizienten und nachhaltigen Leichtbautechnologien für faserverstärkte Kunststoffe und hybride Strukturen mit integrierten Funktionen sowie auf neuen additiven Fertigungstechnologien.
Die Forschungsaktivitäten am Fraunhofer IWU sowie an seinem Lehrstuhl an der Hochschule Zittau/Görlitz umfassen unter seiner Leitung ein breites Portfolio öffentlich geförderter und industriefinanzierter Projekte mit einem durchschnittlichen jährlichen Projektvolumen von rund 5 Mio. Euro.
Ein besonderer Fokus liegt auf der anwendungsnahen Zusammenarbeit mit der Industrie – insbesondere mit kleinen und mittleren Unternehmen – in Sachsen sowie in der Tschechischen Republik und Polen.
Sebastian Scholz studierte Maschinenbau mit der Fachrichtung Leichtbau an der Technischen Universität Dresden und promovierte 2012 an der Technischen Universität Chemnitz im Bereich funktionaler Beschichtungen für faserverstärkte Kunststoffverbunde.
Nach seiner Tätigkeit als Leiter der Forschungs- und Entwicklungsabteilung bei der RCS GmbH Rail Components and Systems ist er seit 2015 Professor für funktionsintegrierende Kunststofftechnologien an der Hochschule Zittau/Görlitz und Leiter des Zentrums für Kunststofftechnik in Zittau (Fraunhofer IWU).
Er engagiert sich u. a. im Vorstand von Polysax e.V., im Nationalen Kompetenzzentrum für industriellen 3D-Druck an der Technischen Universität Liberec sowie im internationalen Beratungsgremium des tschechischen Rates für Forschung, Entwicklung und Innovation und war Gastwissenschaftler in den USA, Brasilien und Schweden.
Das Projekt GreK verbindet die Hochschule Zittau/Görlitz und die Technische Universität Liberec in einem grenzübergreifenden Lehrverbund, um Studierende praxisnah in modernen Kunststofftechnologien auszubilden und die Zusammenarbeit mit der Industrie der Region zu stärken.
Zur Projektseite an der HSZG: GreK
Die strategische Partnerschaft LaNDER³ ist ein Verbund aus der Hochschule Zittau/Görlitz und vorrangig regionalen Unternehmen. Sie leistet einen Beitrag zum nachhaltigen und wirtschaftlichen Einsatz von nachwachsenden Rohstoffen. Ziel ist es, alle Prozessschritte im Lebenszyklus von Verbundwerkstoffen zu optimieren und prozessintern – unter energetischer Verwertung der dabei anfallenden Nebenprodukte – mit Energie zu versorgen.
LaNDER³ umfasst mehrere Impulsprojekte, darunter unter der Leitung von Prof. Scholz die Projekte „Fertigungsverfahren für NFK-Verbunde“ (IP 2) sowie „Wirtschaftliche Prozessketten zur nachhaltigen Herstellung von NFK“ (IP 5).
Zur Projektseite: LaNDER³
EnviroPlast treibt die Entwicklung nachhaltiger Kunststofflösungen aus biogenen Reststoffen voran und stärkt die Zusammenarbeit von Wirtschaft und Forschung über alle Stufen der Wertschöpfung hinweg – von der Rohstoffbasis bis zum Recycling.
Zur Projektseite: EnviroPlast | Umweltgerechte Kunststoffbauteile aus biogenen Reststoffen | Lausitz
Das Projekt „Zielona Przyszłość Pogranicza/Grüne Zukunft des Grenzraumes“ nutzt die Chancen des Strukturwandels und der Energiewende, um die grenzüberschreitende Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Polen zu stärken. Geplant sind unter anderem ein Hackathon mit deutschen und polnischen Studierenden, Fachveranstaltungen sowie gemeinsame Netzwerk- und Kooperationsformate mit Partnern aus Wirtschaft und Wissenschaft im Dreiländereck.
Das Projekt knüpft an die Ergebnisse des Vorgängerprojekts DigiNetPolSax – Digitalisierung für den gemeinsamen Wirtschaftsraum an und setzt die Förderung grenzüberschreitender Kooperationen in der Region fort.
Zur Projektseite an der HSZG: Grüne Zukunft des Grenzraumes Polen-Deutschland
Das Projekt DigiNetPolSax stärkt die Wettbewerbsfähigkeit der sächsisch-polnischen Grenzregion durch den Ausbau grenzübergreifender Kooperationen zwischen Wirtschaft und Forschung. Ziel ist es, wirtschaftliche Kompetenzen der Region sichtbar zu machen und die Innovations- und Kooperationskultur nachhaltig zu fördern.
Dabei werden die im Vorgängerprojekt InnoCoopPolSax entwickelten Ansätze weitergeführt und durch neue Maßnahmen zur Unterstützung von Unternehmen und Netzwerken erweitert.
Zur Projektseite an der HSZG: DigiNetPolSax
Das Teilvorhaben im Verbundprojekt „T!Raum Syntral“ baut einen Dezentralen Lausitz Campus (DLC) für digitale Weiterbildungsangebote auf. Mithilfe interaktiver Formate sowie VR- und AR-Technologien wird Forschungs- und Entwicklungswissen zielgruppengerecht vermittelt. Schwerpunkte sind die akademische Ausbildung in Kunststoffverarbeitung und Leichtbau sowie die Unterstützung schulischer und beruflicher Bildung. Die Hochschule Zittau/Görlitz entwickelt und erprobt digitale Lehr- und Lernformate und begleitet den Wissenstransfer, um Fachkräfteausbildung, Forschungsattraktivität und regionale Entwicklung nachhaltig zu stärken.
Zur Projektseite: SYNTRAL – Synergetischer Transferraum Lausitz
Das Fraunhofer IWU – Kunststoffzentrum Oberlausitz (FKO) ist ein enger Forschungspartner der Hochschule Zittau/Görlitz und direkt am Campus in Zittau angesiedelt. Das FKO steht für anwendungsnahe Forschung und Entwicklung in den Bereichen Kunststoffverarbeitung, Leichtbau, Faserverbundtechnik, Biocomposites und Additive Fertigung.
Die enge Zusammenarbeit von Hochschule, Forschung und Industrie ermöglicht einen intensiven Wissens- und Technologietransfer sowie die direkte Einbindung aktueller Forschungsergebnisse in Lehre und Ausbildung. Gemeinsam mit internationalen Partnern – insbesondere im Dreiländereck Deutschland, Tschechien und Polen – stärkt das FKO die Innovationskraft der Region.
Unternehmen profitieren von interdisziplinärer Expertise entlang der gesamten Entwicklungskette – von der Idee bis zum fertigen Produkt. Moderne Technika, Labore und gemeinsame Forschungsinfrastrukturen schaffen optimale Voraussetzungen für innovative und nachhaltige Lösungen.
Weitere Informationen: Zittau - Fraunhofer IWU